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Grundlagen

Warum ein Fahrradwohnwagen?
In den 2020er Jahren reifte der Entschluss, Urlaub mit dem Fahrrad sollte mehr in den Vordergrund rücken. Die Pandemie tat dann ihr Übriges dazu. Unabhängiges Reisen ohne Unterkünfte werden wieder attraktiv. Neben Zelt, Wohnwagen und Wohnmobil sind wir auf eine ganze neue Gattung der Übernachtungsmöglichkeit gestoßen: den Fahrradwohnwagen.
Was der Wohnwagen für das Auto ist eben der Fahrradwohnwagen für das Fahrrad. Natürlich wesentlich kleiner und Kompakter. Schließlich will man den Anhänger ja mit dem Fahrrad ziehen. Vorlagen und Ideen für einen solchen Fahrradwohnwagen findet man im Netz ja schon einige und auch auf Youtube kann man begeisterte „Camper“ bei Ihren Ausflügen und Baufortschritten begleiten. Auch trauen sich bereits erste Fahrrad-Wohnwagen-Freunde auf große Tour um die Welt zu erkunden.
Klarer Vorteil gegenüber einem Zelt ist der schnelle „Aufbau“ zum Übernachten. Einfach abstellen und Einsteigen. Bei Regenschauer muss man am nächsten Tag auch keine nassen Zelte zusammenlegen.
Kriterien des eigenen Fahrradwohnwagens:
Die Planung des eignen Fahrradwohnwagens hat fast ein Jahr gedauert. Erste Recherchen begannen 2021. Man findet viele Ideen und Anregungen im Netz. Von Rene Kreher gibt es sogar eine komplette Bauanleitung seines Wohnwagens mit vielen Tipps und Anregungen.
Auch für uns war das die erste Anlaufstelle. So basiert auch unser Fahrradwohnwagen auf einem ALU Rahmen. Dadurch lassen sich recht leichte Rahmen Konstruktionen aufbauen. Viele eigene Ideen und Designs wurden verworfen, umkonstruiert und neu geplant bis die endgültige Konstruktion im wesentlichen fest stand. Der Wohnwagen sollte kompakt sein, aber dennoch im inneren genügend Platz für eine Person bieten. So entstand der „Ausfahrbare“ Mechanismus, welchen den Innenraum auf Knopfdruck verdoppelt. Also kompakt und möglichst Flach während der Fahrt, großzügig im Stand durch mehr Höhe im Innenraum.
Uns war der Kompromiss aus Komfort und Leichtgewicht wichtig. Natürlich kann man auch auf einige Komponenten verzichten, die dann den Fahrradwohnwagen leichter machen würden. Anderer seits will man auch auf Reisen einen gewissen Komfort nicht missen. So ist die jetzige Lösung entstanden.
Entstehung und Planung:
Wir haben uns viele Gedanken zur Konstruktion gemacht und einiges skizziert. Schnell wurde klar, dass ein anderes Vorgehen nötig war. Daher haben wir den kompletten Fahrradwohnwagen direkt im CAD konstruiert. Dadurch wurden sehr schnell Fehler ersichtlich und ließen sich so noch vor dem Bau korrigieren. Auch unsere verschiedenen Designs haben sich im CAD entwickelt. Ein weiterer schöner Vorteil der CAD Konstruktion ist, dass man sozusagen auf Knopfdruck bereits eine komplette „Einkausliste“ bekommt. Gerade die verschiedenen Längen des Aluprofils für den Rahmen konnten so direkt ausgelesen und auf Maß bestellt werden. Das erspart das eigene Zusägen der Vierkant-Profile. Somit bleibt auch kein Verschnitt übrig. Hier einige Bilder der Entstehungsgeschichte:
Testphase vor dem Bau
Es lässt sich zwar fast alles im CAD konstruieren, ob dieses aber in der Praxis tatsächlich so funktioniert, lässt sich nur an einem Funktionsmodell überprüfen. Hierbei sind bei uns zwei wesentliche Konstruktionen zu nennen: Die Fahrzeugfederung und die Auflaufbremse. Ein Profi im Fahrzeugbau kann hier sicher rechnerisch und mit entsprechender Erfahrung an die Sache herangehen. Uns blieb da eher die „Try and error“ Methode. So haben wir nach der Konstruktion der Federung einen Prototyp gefertigt und waren positiv überrascht, wie gut diese Konstruktion funktioniert. Echt Glück gehabt Einige weitere Elemente wie die Hubstützen und das Hubdach müssen sich dann in der Praxis beweisen. Dort sehen wir aber eher weinger Probleme.
Weitere Überlegungen
Einige Elemente kamen erst im Laufe der Zeit hinzu. So wurde erst relativ spät der Fahrradwohnwagen mit einem Doppelboden ausgestattet. Dadurch gewinnt man mehr Stauraum, der keine Fläche im Innenraum benötigt und durch die Doppelte Isolierung wird der Boden im Camper nicht so kalt. Ebenfalls lässt sich im Mittelteil ein doppelt isolierter Bereich unterbringen, den man von innen im Camper erreicht und Lebensmittel relativ kühl hält. Eine Solaranlage auf dem Dach lädt die Aufbaubatterie im Fahrradwohnwagen tagsüber auf, so dass für den Abend genügend Strom für Licht und Laden von Mobiltelefonen/Tablets zur Verfügung steht. Ebenfalls müssen die Hubantriebe mit Strom versorgt werden. Eine zusätzliche kleine Stromquelle wird über zwei Nabendynamos in den Rädern generiert und versorgt die Außenbeleuchtung (Rücklichter). Somit ist immer gewährleistet, dass die Sichtbarkeit auch bei Nacht gut funktioniert und nicht ausgeht.
Zur besseren Übersichtlichkeit sind alle Teile des Fahrradwohnwagens in einzelnen Unterseiten untergebracht. Diese werden entsprechend des Bauvortschrittes mit weiteren Details, Infos und Bildern gefüllt.
Werkzeug
Natürlich kann man davon nicht genug haben. Glücklicherweise können wir auf einiges an Werkzeugen zurückgreifen. Bohrmaschine, Stichsäge und Kappsäge sind sicher unverzichtbar. Bequemer wird es dann schon, wenn man eine Fräse, einen 3D-Drucker und Ähnliches sein eigen nennen kann. Aber auch wenn man dieses nicht besitzt, gibt es mittlerweile Onlinedienste genau dafür oder man hat das Glück einer örtlichen Werkstatt, die einem entsprechend behilflich ist. Alles Weitere dann in den einzelnen Kategorien.

Für weitere Infos, Anregungen und Fragen könnt Ihr mich gerne kontaktieren.
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